Kubanischer Trainer absolviert Kurs in Leipzig

Amaury Molinet 1 Bild vergrößern (© Amaury Molinet) Die Sportwissenschaftliche Fakultät der Universität Leipzig bietet im Rahmen der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik der Bundesrepublik Deutschland zweimal jährlich ein 5-monatiges Weiterbildungsstudium für Trainer und Sportlehrer aus Entwicklungsländern gemäß DAC-Liste der OECD in jeweils 4 wechselnden Spezialisierungen und Fremdsprachen an.

Die Deutsche Botschaft in Kuba freute sich vergangene Woche über den Besuch von Herrn Amaury Molinet, kubanischer Absolvent des Internationalen Trainerkurses für Behindertensport. Neben den Bildern, die er während seiner Zeit in Deutschland geschossen hatte, brachte der 37-Jährige viele Erfahrungen und Anekdoten aus Deutschland zurück. An schlechte Erlebnisse während dieser Monate kann sich der Kubaner aus Santiago de Cuba kaum erinnern – dafür aber umso lebhafter an die Momente und Personen, die seinen Aufenthalt in Leipzig zu etwas ganz besonderem gemacht haben. Eine große Hilfe waren für ihn nicht nur die kubanische Gemeinde in Leipzig, die ihn in seinen ersten Tagen vor allem aufgrund der sprachlichen sowie kulturellen Barrieren unterstützend begleiteten, sondern auch Deutsche, die ihm die typisch sächsische Mundart, deutsche Kultur, Bürokratie wie auch die deutsche Küche näherbrachten. Besonderes Gefallen fand der Leichtathlet an den deutschen Süßigkeiten, an Stracciatella-Eis sowie dem deutschen Bier, dem er eine deutlich höhere Qualität als dem kubanischen zuspricht. Allerdings machten sich die kulinarischen Entdeckungen des kubanischen Sportlers schnell am eigenen Körper bemerkbar und so stiegen die Zahlen auf der Körperwaage bereits nach wenigen Wochen. Mit einer zuckerfreien Diät aus Fleisch, Obst und Gemüse hielt er sich anschließend fit und gesund. Amaury Molinet 2 Bild vergrößern (© Amaury Molinet)

Amaurys Ziel ist es, bald nicht mehr „nur“ der Trainingsassistent zu sein, sondern selbst als Trainer zu fungieren. Dabei hat ihm auch die Arbeit mit körperlich sowie seelisch behinderten Menschen in Leipzig großen Spaß bereitet, sodass er sich gut vorstellen kann, in Zukunft weiterhin in diesem Bereich zu arbeiten.