Kubanische Kunstexpertin als Mediatorin bei der documenta#14

documenta 14 1 Bild vergrößern (© documenta 14) Die documenta gilt als weltweit bedeutendste Ausstellung zeitgenössischer Kunst und findet bereits seit 1955 alle fünf Jahre in Kassel statt. Gleich zwei Besonderheiten prägen die diesjährige documenta#14 unter der Leitung des polnischen Kunstkritikers und Kurators Adam Szymczyk: Die Ausstellung dauert nicht 100, sondern ganze 163 Tage und findet an zwei konzeptuell gleichberechtigten Standorten, in Kassel und in Athen, statt. Der Ausstellungsbeginn in Athen war bereits am 8. April, in Kassel findet die Eröffnung am 10. Juni statt. Ende der Ausstellung ist der 16. Juli beziehungsweise der 17. September.

Ein Besuch der documenta#14 ist Teil einer der Themenreisen, die es im Rahmen des Besucherprogramms der Bundesrepublik Deutschland ausländischen Vertretern ermöglichen, sich auf Einladung des Auswärtigen während einer einwöchigen Reise ein aktuelles Bild von Deutschland zu machen.

Passend zum inhaltlichen Schwerpunkt der Reise werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aufgrund ihres Profils gemeinsam von den Auslandsvertretungen und der Zentrale des Auswärtigen Amts in Berlin ausgewählt.

Wir freuen uns, dass dieses Jahr die für die Ludwig-Stiftung Kuba in Havanna tätige Kunstexpertin Naylen Tocabens Matos so die Möglichkeit bekommt, an der Themenreise „documenta #14“  vom 7. bis zum 14. Juni teilzunehmen. documenta 14 2 Bild vergrößern (© Dt. Botschaft) In Kassel und in Berlin erwartet sie ein einwöchiges dichtes Programm, das den Besuch der documenta #14 sowie weiterer großer Ausstellungshäuser und Ateliers beinhaltet und einmalige Einblicke in die deutsche Kunstszene und internationale Gegenwartskunst bietet. Bei Stadtrundgängen und Museumsbesuchen sowie Gesprächen mit deutschen Vortragenden hat Frau Tocabens Matos außerdem die Gelegenheit, die deutsche Kultur und Geschichte näher kennenzulernen.

Naylen Tocabens Matos hat Kunstgeschichte an der Universität Havanna studiert und 2015 zum Thema „Chroniken eines Wandels: Spuren der plastischen Verbindungen zwischen Spanien und Kuba anhand kubanischer Künstler während der Jahrhundertwende“ mit Auszeichnung graduiert. Seither arbeitet sie als Leiterin der Kunstabteilung und Co-direktorin für Design-Projekte bei der Ludwig-Stiftung Kuba. Besonderer Fokus ihrer Arbeit liegt auf gegenwärtigen Gesellschaftsprozessen in Kuba, die die Kunstszene und deren Wirken beeinflussen.